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27.04/16:28 |
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| DE0006275001 |
627500 |
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Karstadt ein "Underperformer" 23.11.1999
Merck Finck & Co.
Die Analysten der Privatbank Merck Finck & Co raten derzeit Anlegern nicht zum Kauf der Karstadt-Aktie (WKN 627 500) und stufen das Papier auf „Underperformer“.
Die enttäuschenden Ergebnisse im 3. Quartal würden die Meinung bestätigen. Die Umsätze seien in den ersten 9 Monaten um 59,2% auf 11,7 Mrd. EUR gestiegen. Zudem habe das Management ein 20%igen Gewinnanstieg bekanntgegeben, ohne jedoch absolute Zahlen zu nennen. Dieser Effekt sei größtenteils auf die Fusion mit Quelle zurückzuführen. Der Anteil am Umsatz von Quelle liege bei 4,4 Mrd. EUR.
Die Analysten glauben, daß die positiven Aussichten des Unternehmens nicht erreichbar seien. Karstadt habe eine Gewinnwarnung abgegeben, wonach man das gesteckte Ziel von einem Gewinn von 360 Mio. EUR nicht erreichen werde. Das Erreichen der Umsatzrendite von 3,5% sei ebenfalls nicht sicher. Dies sei nach Angaben Karstadts auf die schwächen Umsätze im September wegen der ungewöhnlich warmen Witterungsverhältnisse zurückzuführen.
Das Kerngeschäftsfeld seien aber weiterhin die Karstadt- und Hertiegeschäfte, wo der Umsatz um 0,6% zurückging. Neckermann hingegen habe den Vorsteuergewinn deutlich steigern können. Genaue Zahlen habe man aber auch hier nicht erhalten.
Um die fairen Wert des Aktie zu ermitteln, habe man auf Basis der DVFA-Ergebnisse das Two Stage Discount Model verwendet. Vom vierten Jahr an sei man von einer Wachstumsrate von 4% ausgegangen. Diese Rate läge am oberen Ende der Wachstumsspanne eines in der Reifephase befindlichen Einzelhandelsgeschäftes. Trotz der positiven Annahmen ergab dies eine 10% überbewertete Karstadt-Aktie.
Auf Basis dieser Ergebnisse und der Tatsache, daß Karstadt ein ROE von max. 3,5% habe, dürfte das Papier den Markt in nächster Zeit „underperformen“. Für die Jahre 1999 und 2000 schätze man den Gewinn pro Aktie auf 1,19 EUR bzw. 1,43 EUR. Obwohl in der Regel das Weihnachtsgeschäft für höhere Umsätze sorge, sehe man bei Karstadt nur begrenztes Potential.
Daher nimmt Analyst Maximillian Schoeller das Prädikat herunter und stuft das Papier nun auf „Underperformer“.
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